European integration shapes all of our lives on a daily basis. This is most visible in the European Union. But would you have known that NATO, for instance, is also an example of European integration?
Very basically speaking, behind this term lies the voluntary cooperation of States in a multitude of fields, such as politics, economy, sports orculture, in various for a: international organisations, ad hoc coalitions of States or informal groups. We want to dive a bit deeper into that topic together with you and find out why European integration exists, why it matters and how it is carried out, focussing on the European Union. In order to do that, we will take a look at historical ideas and the development of our subject matter - it is much older that just 75 years! We will also cover - in tiny bits and pieces - politics, philosophy, economy, sociology and - given both lecturers, Christina and Sebastian, are lawyers - a bit of law (just a bit). There is nothing you need to know in advance, you can participate in this course being an absolute beginner. We are very happy to welcoming you to this course and meeting an international class! Feel free to discuss with us on whatever you want to know more about, also ongoing issues and affairs you might have read about in the media.

Die Geschichte Europas der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war stark geprägt von Nationalsozialismus, Faschismus und den beiden Weltkriegen. Die traumatischen Eindrücke des einhergehenden Völkermordes und der Verbrechen gegen die Menschlichkeit führten bereits im Dezember 1948 zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen.

In Europa etablierten sich vor diesem historischen Hintergrund zudem nicht nur die Europäische Union und ihre Vorgängerinstitutionen, sondern als Antworten auf Unrecht und Willkür vorallem auch der Europarat ("Council of Europe"), der sich die Stärkung der Rechtsstaatlichkeit und die Weiterentwicklung der Menschenrechte und Grundfreiheiten zum Ziel gesetzt hat.

Nachdem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch die menschenrechtsfeindlichen Diktaturen in Mittel- und Osteuropa größtenteils überwunden werden konnten, genießen im Europa des 21. Jahrhunderts nun ca. 800 Millionen Menschen einen Menschenrechtsschutz, der im internationalen Vergleich als vorbildlich gilt – auch wenngleich der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte jedes Jahr immer wieder vereinzelt (und manchmal leider auch systematisch) Verletzungen von Menschenrechten feststellen muss.

Doch über welche Freiheiten, Grund- und Menschenrechte sprechen wir hierbei denn überhaupt? Genau diese für das Europa des 21. Jahrhunderts elementaren Fragen und Antworten sollen in der Vorlesung vermittelt werden. Dieses Wissen erscheint gegenwärtig umso dringlicher, als die Ende des 20. Jahrhunderts sicher geglaubte Symbiose aus effektivem Menschenrechtsschutz, der Freiheit des Einzelnen sowie einer demokratischen Rechtsstaatlichkeit längst nicht mehr überall in Europa als Selbstverständlichkeit gilt.

Ende 2018 veröffentlichte die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte einen Bericht über den Antisemitismus in der EU. Der Bericht zeigte, dass die Judenfeindlichkeit in der Europäischen Union und in Deutschland stark verbreitet ist und sich kontinuierlich verstärkt. 

In diesem Seminar wird die Entwicklung des Antisemitismus in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg beleuchtet. Es wird dabei insbesondere auf den rechten Antisemitismus in Westdeutschland, auf den durch den Nahostkonflikt geprägten radikalen antizionistischen Antisemitismus in der DDR und in der Bundesrepublik sowie auf verschiedene Spielarten des Antisemitismus im wiedervereinigten Deutschland eingegangen.

Literatur:

Wolfgang Benz (Hg.), Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart, Bd. 1-8, München 2010-2015.

Werner Bergmann, Geschichte des Antisemitismus, München 2002.

Samuel Salzborn, Antisemitismus. Geschichte, Theorie, Empirie, Nomos: Baden-Baden 2014.

Armin Pfahl-Traughber, Antisemitismus in der deutschen Geschichte, München 2002.

Schon im ausgehenden Mittelalter zeigt die „Querelle des femmes“ einen tiefgreifenden Wandel des Frauenbilds an. Die Veränderung beschleunigt sich in der Renaissance: Während herkömmliche Vorstellungen von der Frau als unvollständigem, sündhaftem Wesen fortexistieren, bilden sich in humanistisch oder reformerisch orientierten Kreisen zusehends Vorstellungen von der Tugendhaftigkeit, Lebensklugheit und intellektuellen Befähigung der Frau heraus. Teils stehen die gegensätzlichen Vorstellungen unvermittelt nebeneinander, teils treten sie konkreten Widerstreit. Kurz: Geschlechteridentitäten und -verhältnisse werden neu verhandelt, zumindest in den kulturellen Eliten. Das Seminar geht diesem Streit auf diskursiver und erzählerischer Ebene nach, indem sowohl theoretische Texte der Zeit als auch Novellen gelesen werden sollen.

– Vorbereitend sollte bereits die Rahmenerzählung zu Anfang von Boccaccios Dekameron in der angegebenen Ausgabe (!) gelesen werden.

Zu besorgende Literatur:

-          Giovanni Boccaccio, Das Dekameron, übers. Karl Witte, Frankfurt a.M.: Fischer 2008 (6. Auflage). ISBN-13: 978-3596900060

-          Marguerite de Navarre, L’Heptaméron, Paris: Le Livre de Poche 1999. ISBN-13: 978-2253160489.

Für Italianisten bzw. Muttersprachler:

-          Giovanni Boccaccio, Decameron, zwei Bände, ed. Vittorio Branca, Turin: Einaudi 2014 (2. Auflage). ISBN-13: 978-8806222581

„Shakespeare war doch dieser Komponist, der den Kubismus erfunden hat.“ – Hier herrscht deutliche Verwirrung. „War die Aufklärung nicht im 13. Jahrhundert und Karl der Große ihr wichtigster Vertreter?“ – Auch nicht so ganz korrekt. Sich in der europäischen Kulturgeschichte zurechtzufinden, ist nicht einfach. Tausend Begriffe und Epochenbezeichnungen schwirren durch den akademischen Betrieb. Zudem betreibt jede Disziplin ihr eigenes Begriffsspiel: Aufklärung, Barock, Frühe Neuzeit – sind das unterschiedliche Dinge, oder sind sie miteinander verbunden?

Ziel der Übung wird sein, Ordnung in Epochenbezeichnungen zu bringen und die wichtigsten kulturellen Inhalte der Epochen zu erarbeiten. Am Ende sollen die Studierenden in der Lage sein, sich in der europäischen Kulturgeschichte zu orientieren, Zusammenhänge zu erkennen und die disziplinären Unterschiede zu verstehen.

Der Kurs richtet sich an alle Studierenden, die in ihren Fachrichtungen mit Kultur und Europa zu tun haben und die über den Tellerrand der eigenen Fächer hinausschauen möchten.