Was ist Kultur? Wie kann sie untersucht werden? Das Seminar führt in das Forschungsfeld der Kulturwissenschaften ein, das sich gleichermaßen auf Alltagspraktiken, künstlerische Artikulationen und ökonomisch-politische Großformationen bezieht. Die spezifische Situierung einer kulturwissenschaftlichen Einführung in der Hispanistik bietet dabei die Gelegenheit, das besondere Profil iberoamerikanischer Reflexionslinien kennenzulernen: Die historische Prägung dieses transatlantischen Kulturraums durch Kolonialität und Perspektiven des globalen Südens hat ein Denken entstehen lassen, das sich nicht nur fragt, wie uns Kultur auf eine bestimmte Art und Weise sein lässt, sondern das auch beständig die Möglichkeiten kritischer oder transformativer Positionierung gegenüber symbolischen Ordnungen untersucht.
Für das Lektüreprogramm des Seminars sind neben einigen über Disziplinen- und Sprachgrenzen hinweg kanonisierten, zu 'Klassikern' avancierten Texten der ‚supra-kulturwissenschaftlichen‘ Theoriebildung insbesondere Texte vorgesehen, welche an die besondere Positionalität von Reflexion zu Kultur des iberoamerikanischen Denkens heranführen. Das Seminar sieht dabei drei zentrale Bereiche des Kompetenzerwerbs vor. Der erste Bereich umfasst das Erarbeiten von für die spanische und lateinamerikanische Welt relevanten kulturwissenschaftlichen Theorien, Konzepten und Modellen. Im zweiten Bereich geht es um die Vermittlung eines groben Überblicks über die geschichtlichen und kulturellen Entwicklungen in der iberischen Welt zu beiden Seiten des Atlantiks anhand ausgewählter Themen. Der dritte Bereich versteht sich als Einführung in einige Arbeitsweisen einer ‚Semiotik der Kultur‘ bzw. Medienkulturwissenschaft.
Ziel ist es, einen theoretischen, historischen und methodischen Werkzeugkasten zugänglich zu machen, mit dem kulturelle Konfigurationen auf wissenschaftlich fundiertem Niveau untersucht werden können, und der in späteren, auch literatur- und sprachwissenschaftlichen Seminaren weitere Anwendung finden kann.

Poseedora de una risueña rebeldía, la obra de la “Fénix de América”, como se llamaba a Sor Juana Inés de la Cruz, es una fuente de curiosidad e ingenio. La escritora mexicana es una figura imprescindible de la cultura y literatura hispánica, además de un personaje sumamente atractivo, debido a la excelencia de sus textos y a su extraordinaria biografía. A lo largo de su vida, defendió su gran amor por la lectura y el pensamiento, así como la capacidad intelectual de las mujeres y su derecho a poder acceder a los libros. Asimismo, tuvo la astucia para afrontar, de forma bella y creativa, las convenciones sociales, literarias y científicas del siglo XVII. Su obra maestra Primero sueño o El sueño(1692) describe el visual atrevimiento del alma, incluyendo en su composición a la linterna mágica, una de las invenciones tecnológicas más importantes de su tiempo.

Este seminario tiene como propósito dar una visión panorámica de la producción literaria de esta poeta excepcional, que supo encontrar la libertad para reflexionar sobre diferentes cuestiones (literarias, artísticas, filosóficas, sociales, etc.) y dialogar con la tradición europea desde la celda de un convento novohispano. Estudiaremos una selección de textos representativos de Sor Juana Inés de la Cruz. A partir de algunos ejemplos, tanto en prosa como en verso, utilizaremos diferentes estrategias para analizar textos breves, las cuales podrían ser muy útiles, por ejemplo, en la enseñanza del español o en la investigación de otras obras literarias. Se comentarán sus particularidades estilísticas, sus temas y motivos principales. Especial atención pondremos en sus elementos visuales,una de las principales características de la literatura de esta época. Por ello, durante el curso, elaboraremos los procedimientos más adecuados para visualizar la composición de sus imágenes mediante diferentes actividades.

Los textos para la clase estarán organizados en un “cuaderno de lecturas”, de tal forma que cada estudiante podrá obtener, con facilidad, el conjunto de copias desde el inicio del curso.

Die Vorlesung bietet einen Überblick über die spanische Literatur von ihren Anfängen bis zur Aktualität. Ausgewählte Textbeispiele veranschaulichen die faszinierende Vielfalt der spanischen Schriftkultur, die in ihrem (kultur-)geschichtlichen und ästhetischen Kontext der unterschiedlichen Epochen dargestellt und in exemplarischen Interpretationen erläutert wird. Der praktische Umgang mit originalsprachlichen  Dokumenten ermöglicht den Erwerb  eines soliden literaturgeschichtlichen Basiswissens und bietet darüber hinaus konkrete Einblicke in die verschiedenen Arbeitsbereiche und Berufsfelder der Literaturwissenschaft. Theoretische Überlegungen zu literaturwissenschaftlichen Ordnungskriterien wie Gattungs- und Epocheneinteilungen, Kanonbildung und Literaturgeschichte schaffen schließlich die Grundlage für eine differenzierte wissenschaftliche Auseinandersetzung mit literaturgeschichtlichen Fragestellungen. Die zweiten Hälfte der Vorlesung konzentriert sich auf ganz aktuelle literarische Phänomene der 'literatura castellana'. Hier werden die Frage nach der literarischen Zensurumgehung in Zeiten der Diktatur, postdiktatoriale Memoria-Kultur und Literatur im Kontext von wirtschaftlicher Krise im Zentrum stehen.

Achtung: Die Vorlesung wird seit SoSe 2018 nur einmal jährlich - im Sommersemester - angeboten. Die Prüfung besteht für die Studiengänge BA und Lehramt in einer Modulklausur, dazu muss parallel das PS Einführung in die Literturwissenschaft - Spanisch belegt werden.

Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Geschichte der hispanoamerikanischen Erzählliteratur. Herausgegriffen werden spezifische epochale Formen (Avantgarden, phantastische Literatur, magischer Realismus, Diktatorenroman, Boom, postkoloniale Strömungen, crack, McOndo u.a.) im 20. und 21. Jahrhundert. Einbezogen werden neben den historischen Kontexten (Unabhängigkeit, kubanische Revolution, (Post-)Diktatur, Exil, Guerilla, Neoliberalismus, Drogenkartelle etc.) auch wesentliche lateinamerikanische Kulturtheorien (Arielismo, transculturación, Caliban, Memoria etc.). Zu Beginn der Vorlesung erhalten Sie eine ausführlichere Bibliographie mit Leseliste.

Was ist Kultur? Wie kann sie untersucht werden? Das Seminar führt in das Forschungsfeld der Kulturwissenschaften ein, das sich gleichermaßen auf Alltagspraktiken, künstlerische Artikulationen und ökonomisch-politische Großformationen bezieht. Die spezifische Situierung einer kulturwissenschaftlichen Einführung in der Hispanistik bietet dabei die Gelegenheit, das besondere Profil iberoamerikanischer Reflexionslinien kennenzulernen: Die historische Prägung dieses transatlantischen Kulturraums durch Kolonialität und Perspektiven des globalen Südens hat ein Denken entstehen lassen, das sich nicht nur fragt, wie uns Kultur auf eine bestimmte Art und Weise sein lässt, sondern das auch beständig die Möglichkeiten kritischer oder transformativer Positionierung gegenüber symbolischen Ordnungen untersucht.
Für das Lektüreprogramm des Seminars sind neben einigen über Disziplinen- und Sprachgrenzen hinweg kanonisierten, zu 'Klassikern' avancierten Texten der ‚supra-kulturwissenschaftlichen‘ Theoriebildung insbesondere Texte vorgesehen, welche an die besondere Positionalität von Reflexion zu Kultur des iberoamerikanischen Denkens heranführen. Das Seminar sieht dabei drei zentrale Bereiche des Kompetenzerwerbs vor. Der erste Bereich umfasst das Erarbeiten von für die spanische und lateinamerikanische Welt relevanten kulturwissenschaftlichen Theorien, Konzepten und Modellen. Im zweiten Bereich geht es um die Vermittlung eines groben Überblicks über die geschichtlichen und kulturellen Entwicklungen in der iberischen Welt zu beiden Seiten des Atlantiks anhand ausgewählter Themen. Der dritte Bereich versteht sich als Einführung in einige Arbeitsweisen einer ‚Semiotik der Kultur‘ bzw. Medienkulturwissenschaft.
Ziel ist es, einen theoretischen, historischen und methodischen Werkzeugkasten zugänglich zu machen, mit dem kulturelle Konfigurationen auf wissenschaftlich fundiertem Niveau untersucht werden können, und der in späteren, auch literatur- und sprachwissenschaftlichen Seminaren weitere Anwendung finden kann.

Das Seminar befasst sich mit der Darstellung indigener Lebenswelten im aktuellen Film Lateinamerikas. Nach einführenden Sitzungen zur Theorie und Methode der Filmanalyse werden wir international preisgekrönte Filme untersuchen, die Geschichten von kulturellen Begegnungen, Abgrenzungen, Konflikten und Annäherungen zwischen First Nations und den nachkolonialen spanischsprachigen Kulturen erzählen. Unter Rückgriff auf Grundlagen der Alteritätsforschung gilt es herauszuarbeiten, mit welchen filmästhetischen Mitteln Bilder von Identität und Alterität erzeugt werden. Wen deklarieren die Filme als ‚die Anderen‘? Wie korrespondieren moderne cineastische Verfahren mit der Inszenierung von tradierten Lebensformen und Ritualen? Welcher Umgang mit stereotypen Bildern bunter „Ethnofolklore” lässt sich verzeichnen? Wie werden die sich modernisierenden indigenen Kulturen filmisch bewertet? Insbesondere wird zu diskutieren sein, ob die Filme Lösungen für die dargestellten Probleme wie strukturelle Benachteiligung, Umweltproblematik, Homophobie, Drogenhandel, Gewalt anbieten. Und nicht zuletzt reflektieren wir die ökonomischen Machtpositionen von Filmproduktion und Regie in Hispanoamerika.
Die Filme werden vor Semesterbeginn bereitgestellt und sollen bis Semesterbeginn angeschaut werden (weitere Infos nach Anmeldung im LSF). In der ersten Sitzung erstellt die Seminargruppe ein Ranking der näher zu behandelnden Beispiele.

"Die engsten Verbündeten der Frauen sind die Dichter. Sie sind unsere Freunde." (Hélène Cixous)

Seit einigen Jahren ist in Lateinamerika und Spanien eine neue feministische Bewegung erstarkt, deren Mobilisierung unter anderem über Performances und Sprachkunstwerke befördert wurde. Das chilenische Kollektiv Las Tesis fand 2019 über soziale Medien mit seinem Flashmob gegen sexualisierte Gewalt und polizeiliche Übergriffe auf *Frauen millionenfache globale Resonanz; die lang geforderte und 2020 in Argentinien erreichte Legalisierung von Abtreibung wurde unter dem Hashtag #poetasporelderechoalabortolegal von poetischen Fürsprecher*innen unterstützt, die während des Gesetzgebungsprozesses jeden Dienstag vor der Tür des argentinischen Kongresses feministische Gedichte lasen (martes verde). Aber was genau ist eigentlich 'Feminismus', ein Begriff, der aktuell kaum noch im Singular und selten isoliert verwendet wird, sondern als z.B. Post-, Differenz-,Trans-, Queer-, Anarcha-, Afra-, indigener, Öko-, SF-, intersektionaler oder dekolonialer Feminismus näher bestimmt und in seiner sozialen Situiertheit und Pluralität markiert wird? Und unter welchen (sprachlichen, ästhetischen, politischen) Umständen trägt Dichtung zu sozialen Bewegungen der Ent-Unterwerfung bei?
Wir werden uns im Seminar nach einer allgemeinen Einführung zu Gender in Sprache und Dichtung zunächst mit aktuellen Theorien zu vergeschlechtlichten Herrschaftsverhältnissen aus dem spanischen und lateinamerikanischen Kulturraum beschäftigen, wo deren historische Verknüpfung mit Kolonialismus, Rassismus und ökonomischer Ausbeutung eine besondere Rolle spielt. Danach begeben wir uns auf die Spur eines poetisch-feministischen Schreibens ab Beginn des XX. Jahrhunderts, und stellen uns die Frage, inwieweit das spezifische Feld der Dichtungssprache ein Gebiet der Kultur war und ist, von dem aus weniger ungleiche Gesellschaften imaginiert und angestoßen werden können. Wir werden dabei bewußt abseits des etablierten Dichtungskanons lesen, Texte 'männlicher' Autorschaft aber bei der Frage nach dem besonderen kritischen und affektiven Potential von poetischer Sprache nicht vorab ausschliessen, denn unterhalb oder queer zur dominierenden Diskursmacht sind eine Vielfalt verschiedener, z.T. widersprüchlicher, nicht notwendig geschlechtlich determinierter Stimmen zu registrieren.

Anhand ausgewählter, intensiver Einzeltextanalysen wollen wir den Dissonanzen, aber vor allem den Allianzen und Solidaritäten verschiedener *feministischer Dichtungssprachen nachgehen. Das Seminar bietet dabei auch die Gelegenheit, die allgemeinen Grundlagen der Analyse lyrischer Texte zu vertiefen und zu üben, und ermöglicht einen Einblick in Tendenzen der spanischsprachigen Lyrik des XX. Jahrhunderts.

Was ist Kultur? Wie kann sie untersucht werden? Das Seminar führt in das Forschungsfeld der Kulturwissenschaften ein, das sich gleichermaßen auf Alltagspraktiken, künstlerische Ausdrucksformen und populäre Medien bezieht.
Die spezifische Situierung einer kulturwissenschaftlichen Einführung in der Hispanistik birgt dabei die Chance, das besondere Potential iberoamerikanischer Reflexionslinien kennenzulernen: Die historische Prägung dieses transatlantischen Kulturraums durch Kolonialität und Perspektiven des globalen Südens hat ein Denken entstehen lassen, das sich nicht nur fragt, wie uns Kultur auf eine bestimmte Art und Weise sein lässt, sondern das auch beständig die Möglichkeiten kritischer oder transformativer Positionierung gegenüber symbolischen Ordnungen untersucht, sowie nach dem fragt 'was um uns herum vorgeht und nicht benannt ist' (R. Segato).
Für das Lektüreprogramm des Seminars sind neben einigen über Disziplinen- und Sprachgrenzen hinweg kanonisierten 'Klassikern' der Kulturtheorie insbesondere Texte vorgesehen, welche an die besondere Positionalität von Reflexion zu Kultur des iberoamerikanischen Denkens heranführen. Das Seminar sieht dabei drei zentrale Bereiche des Kompetenzerwerbs vor. Der erste Bereich umfasst das Erarbeiten von für die spanische und lateinamerikanische Welt relevanten kulturwissenschaftlichen Theorien, Konzepten und Modellen (Kulturbegriffe; Kultur und Prozesse der (De-)Konstruktion von Identität; Theorien von Nation, Ethnizität, Rassismus, Transkulturalität/Hybridität/Mestizaje/Anthropophagie; Dekolonialität und Postkolonialismus; Erinnerungskulturen; Kultur und Geschlecht). Im zweiten Bereich geht es um die Vermittlung eines groben Überblicks über die geschichtlichen und kulturellen Entwicklungen und Besonderheiten in der iberischen Welt zu beiden Seiten des Atlantiks anhand ausgewählter Themen. Der dritte Bereich versteht sich als Einführung in einige Arbeitsweisen einer ‚Semiotik der Kultur‘ (Textanalyse; Filmanalyse; Bildanalyse; Architekturanalyse; Analyse von Populärkultur; ethnographische Forschungsansätze).
Ziel ist es, einen theoretischen, historischen und methodischen Werkzeugkasten zugänglich zu machen, mit dem kulturelle Konfigurationen auf wissenschaftlich fundiertem Niveau untersucht werden können, und der in späteren, auch literatur- und sprachwissenschaftlichen Seminaren weitere Anwendung finden kann.

Feminicidio, auch femicidio/Femizid, also die Tötung von Frauen aufgrund ihrer Geschlechtszuschreibung, ist eine global anzutreffende Form von Gewalt, die in den letzten 30 Jahren besonders in den Ländern Lateinamerikas eine gravierende Zunahme erfahren hat. International traurig bekannt ist die nordmexikanische Grenzstadt Ciudad Juárez durch die seit den 1990er Jahren anhaltende Serie von systematischen und fast immer unaufgeklärt bleibenden, extrem grausamen Morden an Frauen. Die Coronakrise hat das Phänomen vielerorts noch verschärft. Im ersten Halbjahr 2020 stieg die Femizidrate in Mexiko um 9,3 Prozent, fast 500 sexistische Tötungsdelikte waren in dem Zeitraum allein in diesem Land zu registrieren. In den letzten 20 Jahren sind aber auch zivilgesellschaftliche und kulturelle Widerstands- und Protestbewegungen entstanden („Ni una más“, „Ni una menos“), die die Aufmerksamkeit auf diese spezielle Form der Gewalt und ihre Ursachen lenken, und politische Maßnahmen dagegen einfordern.
Wir werden uns im Seminar zunächst mit den gesellschaftlichen, psychologischen und (geo-)politischen Kontexten und Hintergründen des Phänomens auseinandersetzen (patriarchale, nachkoloniale und postdiktatorische Gesellschaftsordnungen und Geschlechternormen, Neoliberalismus und soziale Ungleichheit, bewaffnete Konflikte, Drogenkartelle, Korruption, Autoritätsverlust von Staatsmacht), sowie verschiedene wissenschaftliche Forschungen und Erklärungsansätze dazu kennenlernen.
Im zweiten Teil des Seminars betrachten intermedial Formen der kulturellen Auseinandersetzung mit Feminicidios im lateinamerikanischen Kontext: Schriftsteller*innen, Filmschaffende, Künstler*innen und Aktivist*innen beziehen sich in unterschiedlicher Weise auf solche auch kollektiv traumatisierenden Ereignisse. In der detaillierten Analyse verschiedener Medien werden wir nach der Darstellbarkeit von Gewalt, nach der Problematik sensationalisierender Thematisierung z.B. in journalistischen Formaten oder breit vermarkteter Crime-Fiction, sowie nach den Potentialen des Widerstands, der Kritik oder sogar der Verarbeitung und ‚Heilung‘ in künstlerischen Artikulationen fragen. Das Motiv des Frauenmords wird dabei auch in historischen Beispielen aus Literatur und Kunst vergleichend in den Blick kommen.

En el siglo XX, Argentina y España comparten, entre otras cosas, la traumática experiencia causada por dictaduras que dirigieron su manía destructiva contra los disidentes y sus hijos. Durante la última dictadura militar en Argentina (1976-1983), unos 300 a 500 bebés y niños fueron separados de sus padres encarcelados y entregados a familias leales al régimen. En España no solo durante el franquismo español (1939-1975) sino hasta el 2000, se practicó - con el apoyo de la Iglesia - el secuestro de niños para venderlos en una adopción forzosa. Hoy en día, se estima que existen entre 13.000 (Bernecker 2016) y 100.000 (Porti/ Kastenholz 2017) españoles que ignoran su origen verdadero. A pesar de estos paralelismos, el manejo histórico de los crímenes del Estado no podría ser más diferente en los dos países. En Argentina, desde hace 40 años, ONGs como la Asociación Madres de Plaza de Mayo, Abuelas de Plaza de Mayo y luego también H.I.J.O.S. están luchando con el apoyo de los medios masivos por encontrar sus bebés y niños. Mientras tanto, hace solo unos diez años, la búsqueda de los niños robados comenzó en España, donde las organizaciones no gubernamentales todavía están luchando por ser oídas.

El seminario estudiará cómo en estos dos países el trabajo de memoria cultural se dedica a darles un espacio a estos niños perdidos, hacerlos visibles y alcanzables para nuestro recuerdo. En un primer paso, nos ocuparemos de la situación histórica de Argentina y de la investigación sobre la memoria y el trauma en los siguientes artefactos: 110% Verdad. Diario de una princesa montonera (Mariana Eva Perez 2012) y Piedra, papel o tijera (Inés Garland 2009), así como las películas La historia oficial (Luis Puenzo 1985), Das Lied in mir (Florian Cossen 2010, alemán/español, subtitulado en español). La segunda mitad del seminario está dedicada la situación histórica, política y cultural en España. Se examinarán la película documental La herencia de Franco (Inga Bremer 2016), la novela Mala gente que camina (Benjamín Prado 2006) y la obra de teatro Los niños perdidos (Laila Ripoll 2005). La pregunta más importante será cómo se corresponden los traumas colectivos e individuales con las formas de representación literaria y cinematográfica.