Kommentar:

Ein besonderes Kennzeichen der Frühen Neuzeit ist die Revolution in den Naturwissenschaften. Das kritische Überdenken des neu entdeckten antiken Wissens führte ab dem 16. Jahrhundert zu neuen Erkenntnissen. Dies beeinflusste die Mathematik, Kartographie, Astronomie, Medizin und weitere Wissenschaften.

Im Laufe des Proseminars werden die Studenten anhand von ausgewählten Entdeckungen das wissenschaftliche Arbeiten im Fach Geschichte erlernen. Als Prüfungsleistung ist eine Hausarbeit anzufertigen; dazu kommen verschiedene Aufgaben während des Semesters (Referat, Quellenanalyse usw.).

Literatur:

Michael Erbe, Frühe Neuzeit, Stuttgart 2007.

Karl Vocelka, Frühe Neuzeit. 1500-1800, Konstanz 2003.
     
Richard van Dülmen (Hrsg.), Macht des Wissens. Die Entstehung der modernen Wissensgesellschaft, Köln u.a. 2004.

Kommentar:

Mit der Hinwendung zur Erforschung der materiellen Kultur ist in den vergangenen Jahren immer stärker klargeworden, wie sehr die Einführung bestimmter Kulturgüter den Verlauf der Geschichte verändert haben. In diesem Hauptseminar sollen einige grundlegende Debatten zu diesem Thema analysiert und die Geschichte einiger exemplarischer Konsumgüter vorgestellt werden.

Literatur:

Charles C. Mann, Kolumbus' Erbe. Wie Menschen, Tiere und Pflanzen die Ozeane überquerten und die Welt von heute schufen. Übers. von Hainer Kober, Reinbek 2013.

Ina Badhdiantz McCabe, A History of Global Consumption, 1500-1800, Routledge 2014.

Frank Trentmann, Herrschaft der Dinge. Die Geschichte des Konsums vom 15. Jahrhundert bis heute, München 2017.

Kommentar:

Das Zeitalter der Glaubenskriege war eine konfliktreiche Periode, in welcher der Kampf um den rechten Glauben zusammentraf mit den Türkenkriegen auf dem Balkan und im Mittelmeer sowie einer beispiellosen Serie von Missernten und Hungerskrisen, Kriegen und Bürgerkriegen. Die Antwort auf diese sogenannte Krise des 17. Jahrhunderts waren tragfähige Friedensverträge sowie Fortschritte bei der Staatsbildung und in den Wissenschaften. Am Ende des Zeitalters gelangte Europa zu neuer Stabilität und wachsendem Reichtum, die ihre Ausprägung in der Triumphalkultur des Barock fanden.